MUSIC AUSTRIA

Tschiritsch/Lechner/Haselsteiner präsentieren „Neun“

Di, 25.01.2011 - 16:53

Weltmusik

Artikel/Berichte

Sich auf die Suche nach neuen, bisher nicht gehörten Klangwelten machen sich Hans Tschiritsch, Otto Lechner und Franz Haselsteiner auf ihrer gemeinsam aufgenommenen CD „Neun“(Hoanzl). Wer die drei Musiker kennt, der weiß, dass hier tatsächlich auf bis dato unbekanntem Terrain gewandelt wird. Sich keinerlei Grenzen setzend versucht sich das Trio an der Erschaffung einer eigenen Musikform, in welcher Fragen der Kategorisierung keine Beachtung finden. Präsentiert wird die CD am 28. Jänner in der art-com Gallery in Wien.


Nein, in einfache Worte zu fassen, was Hans Tschiritsch, Otto Lechner und Franz Haselsteiner in ihrem gemeinsamen Projekt auf die Beine stellen, stellt sich nicht unbedingt als leichtes Unterfangen heraus. Schon alleine das eigenwillige Instrumentarium, welches hier zur Verwendung kommt, fällt deutlich aus dem Rahmen herkömmlicher Musikproduktionen. Für dieses zeigt sich Obertonvirtuose und Komponist Hans Tschiritsch, der sich in den letzten Jahren auch als Instrumentenentwickler verdient gemacht hat, verantwortlich.  Unter einer „singenden Säge“ kann man sich noch etwas vorstellen, die Art und Weise, wie diese in diesem Trio aber in Szene gesetzt wird,  verblüfft dann schon mehr. Noch schwieriger fällt es, den Klang eines „Tschiritscheridoo“, einer „Nähmaschinen-Obertondrehleier“ oder eines  „Öltonnen-Kontrabasses“ zu beschreiben.

Und genau das macht das unter dem Namen „Ohrwerk“ musizierende Trio auch so ungemein interessant. Flankiert von den beiden Akkordeonisten Otto Lechner und Franz Haselsteiner, die ja selber dafür bekannt sind, die Grenzen der klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Instrumente immer wieder aufs Neue auszuloten, entwirft Hans Tschiritsch sich an den musikalischen Gesetze orientierende Klanginstallationen, welche unterschiedlichste Spielformen miteinander in Verbindung setzt. Elemente des Wienerlieds treffen auf solche aus dem Jazz und Blues, hinzu gesellen sich wunderbare schräge Soundexperimente, welche die Stücke aus jeglichem stilistisch festgeschriebenen Kontext lösen. Was entsteht ist Musik, der eine ungemeine Vielschichtigkeit eigen ist und die alleine aus der Experimentierfreude der Beteiligten heraus entsteht.

Bei solchen Vorzeichen kann das Publikum einem höchst abwechslungsreichen Konzertabend entgegenblicken. Liebhaber etwas anderer  Klänge, die sich immer wieder gerne mal auf vollkommen neue Sound-Erlebnisse einlassen, werden in der art-com Gallery mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen.(mt)

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Stadt Wien.at

Ralf Ehrgott

Erotik Fotografie: Erotik Art

Im Rahmen von Eyes on, Monat der Fotografie 2010, präsentierte die art-com gallery mit "Makel Los" zwei auf den ersten Blick kontroversiell anmutende fotografische Positionen zum Thema Erotik: Gerhard Aba hat den Makel zum erotischen Symbol erhoben, während Martin Siebenbrunner seine Vorstellung von Erotik in der Darstellung von makellosen Körpern verwirklicht sieht.

Hier enden auch schon die Gegensätze, sind es doch bei beiden einschneidende Erlebnisse, die sie ihre Brotberufe aufgeben und sich ausschließlich der Fotografie zuwenden ließen. Beiden gemeinsam sind auch das Interesse für erotische Inszenierungen sowie der hohe Anspruch an technische und ästhetische Perfektion. Siebenbrunner inszeniert seine Bilder als Momente der Verführung im edlen Ambiente: Blicke, Gesten, Posen schöner, makelloser Frauen in direkter Interaktion mit dem Fotografen. Erotik des Augenblicks. 2010 wurde er mit dem FIAP (Fédération Internationale de l'Art Photographique), 2008 mit einer Goldmedaille beim Trierenberger Supercircuit - einem der weltweit größten Fotoawards - ausgezeichnet, womit er an die zuletzt verliehene "Goldmedal of Excellence" anschließen kann. Ein Schwerpunkt der „Fotoartworks“ von Gerhard Aba ist dem Thema "MAKEL" gewidmet. Seit Jahren arbeitet der Künstler mit amputierten Frauen weltweit zusammen. Die Artworks werden von den Modellen mit Offenheit und dem Mut zum Authentischen geprägt und erzählen dadurch die Geschichte von weiblicher Erotik in ungewöhnlicher Form, jenseits von Klischees, Vorurteilen und Oberflächlichkeit. Aba wurde mit zahlreichen Preisen für seine Arbeit ausgezeichnet. Seine Filme wurden im ORF gesendet, sein letztes Buch „Lockruf der Asymmetrie“ im Leopold Museum präsentiert.

Die beiden künstlerischen "Gegenpole" sollten zum Nachdenken und Diskutieren anregen und wurden von zahlreich erschienen Gästen durchwegs mit positiver Kritik aufgenommen. Für Karina Sarkissova, die Prima Ballerina des Staatsopernballets, bot die Ausstellung Anlass zum Nachdenken. Nach einem kurzen Moment des Schocks kam die Faszination für den Mut der Modelle von Gerhard Aba, für deren Offenheit und Authentizität. Die gemeinsame Präsentation mit den "perfect bodies" von Martin Siebenbrunner hielt sie ein wichtiges gesellschaftskritisches Statement. Der Journalist und Künstler Gerald Teufel, der mit Gerhard Aba bei mehreren Filmen zusammengearbeitet hat, schätzt dessen Arbeit sehr und hält sie in unserer vom Perfektionismus geprägten Welt für ein wichtiges Regulativ. Weiters von der Ausstellung beeindruckt zeigten sich Ö3 DJ Eberhard Forcher und ORF Journalist Reinhard Jesionek. Der Event dauerte bis in die frühen Morgenstunden und ließ einiges an erotischen Aktivitäten für danach erahnen, waren doch die schönsten Modelle von Martin Siebenbrunner anwesend.

 

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Mein Bezirk.at

Galerien und Unternehmen luden zum Gallery Hopping in West Neubau

von Stephan Hofer

Lukas Suk eröffnete seine Ausstellung "Ich bereue nichts" in froemmel's conditorei café musikalisch mit bekannten Hits von Sinatra bis Piaf

Erstmals fand von 14. bis 16. Oktober mit dem Gallery Hopping das neue Grätzl-Kultur-Event in West Neubau statt. Zahlreiche Galerien, Geschäfte und Lokale luden Neugierige und Interessierte zu kulturellen Veranstaltungen. An jeder Etappe lagen Veranstaltungspläne auf. Die Veranstaltungen waren so zahlreich wie vielfältig. So wurde beispielsweise in der "Grünen Galerie 7" das satirische Buch "Hatsche Stratsches Luftballon. Heimreise statt Einreise" vorgestellt. Fotovernissagen wie etwa im Zentrum für Klassische und Moderne Fotografie Zebra ("Österreichische Schluchten und Klammen") fanden sich genauso unter den Veranstaltungen wie Malaktionen wie die von Ferid Prci in der Buchhandlung und Galerie MI und Winnie Jakob im Win-Art. Auch Musikfreunde kamen mit musikalischen Ausstellungseröffnungen in froemmel's conditorei café und in der Design Galerie Linner auf ihre Kosten. In der art-com gallery führte Kuratorin Angelika Romauch Besucher durch die "ABSOLUT art-com" Ausstellung. Am Freitag widmete sich der Kindernachmittag den jüngsten Kulturinteressierten mit speziellen Führungen und Aktivitäten.
Geplant ist, das Event vierteljährlich zu wiederholen, sagt Mitinitiator und Organisator Erik Anders, Direktor der art-com gallery: "Ich glaube, wenn so ein Event wirtschaftlich einen Sinn haben soll, muss es mehr als einmal im Jahr stattfinden." Genügend Hüpfbälle für's Hüpfen durch die Galerien von West Neubau habe er jedenfalls.

Nachgeschenkt/Sabine Ivankovits: Freche Vielfalt
Es ist immer gut, wenn sich Geschäftsleute zusammentun, denn dann entstehen so spannende Ideen wie das Gallery Hopping in West-Neubau. Nicht nur die Besucher haben ihre Freude daran, auch die Unternehmen profitieren von derartigen Events, da auf einen Schlag mehr potenzielle Kunden vorbeischauen als an herkömmlichen Tagen.
Und auch an die Kinder wurde bei der Planung gedacht. Auch sehr g’scheit, denn Kinder beeinflussen nicht nur das Einkaufsverhalten ihrer Eltern, sie sind auch noch die Kunden von morgen.

www.creativespace.at

Gallery Hopping in WestNeubau

13.10.2010

14. bis 16. Oktober 2010

Ein kräftiges Lebenszeichen gibt die Kunst- und Kreativszene des siebten Bezirkes mit dem vom 14. bis 16. Oktober stattfindenden „Gallery Hopping“ von sich. Das dichte Programm bietet Ausstellungen, Workshops und Konzerte an rund 20 Stationen. Die Veranstaltung ist der Auftakt, von nun an soll vierteljährlich durch WestNeubau gehopst werden.

Von Literatur bis Musik, von Design bis Fotografie. Das Grätzel rund um Westbahnstraße, Kaiserstraße und Burggasse hat sich in den vergangenen Jahren zu einem veritablen Kunst- und Kulturviertel gemausert. Zahlreiche teilnehmende Galerien, Läden und Initiativen zeigen in den kommenden Tagen, dass es sich immer auszahlt, einen Abstecher in den Siebten zu machen:


Die Galerie art.com - sowohl Teilnehmer als auch Initiator des Events - zeigt die Ergebnisse des ABSOLUT art.com, ein von der Galerie und der prominenten Vodka-Marke initiierter Kreativwettbewerb.


Die Design Galerie Linner präsentiert eine Werkschau der italienischen Schmuckdesignerin Francesca Corradin. Die aus Mailand stammende gelernte Architektin gilt in ihrer Heimat spätestens seit ihrer Ausstellung auf der italienischen Design-Triennale 2007 nicht mehr als Geheimtipp. Auch internationale Magazine wie die Vogue oder Glamour sind bereits auf sie aufmerksam geworden.


Das Literaturhaus Wien veranstaltet einen Poetry Slam anlässlich des Big Brother Awards 2010.


Kunst- und Kulturvermittlung für Kinder kommt ebenfalls nicht zu kurz: Klavierkurse für Klassik und Jazz für Kinder gibt es in der Kaisergalerie, spezielle Kunstführungen durch die aktuellen Ausstellungen bieten das fotowerk Wien und die Grüne Galerie 7.


Ein eigens entwickeltes, mobiles Kultur-Leitsystem führt die Besucher durch die zeitlich abgestimmten Programmpunkte. Weitere Infos sowie das gesamte Programm unter www.westneubau.at

Mein Bezirk.at

10.10.2010

Hüpf dich durch den Bezirk!

von Sabine Ivankovits aus Wien-01 Innere Stadt

Die art-com gallery ist mit dabei beim Gallery Hopping

Neubauer Unternehmen laden Interessierte zum Gallery Hopping ein

Space Jumpers und ein mobiles Leitsystem sorgen dafür, dass keiner verloren geht und auf dem – zeitlich abgestimmten – richtigen Weg bleibt.

Organisiert wird das ­Gallery Hopping von 14. bis 16. Oktober gemeinschaftlich vom Bezirk und der Werbegemeinschaft WestNeubau. Die Besucher erwarten diverse Veranstaltungen – von der Ausstellung bis hin zum Porträtmalen, vom Konzert bis zum Workshop. Initiiert hat das Gallery Hopping das Team der art-com gallery – Angelika Romauch und Erik Anders.

Clown, Musik, Bilder
Insgesamt bieten 20 Stationen ein buntes Programm für Jung und Alt. Mit von der Partie sind unter anderem eben die art-com gallery mit der Ausstellung „ABSOLUT art-com“, die Grüne Galerie mit der Buchpräsentation von „Hatsche Stratsches Luftballon“, das Theater Spielraum mit Freikarten für „Antigone von Sophokles“, der Clown Poppo bei Schmidtschläger oder die musikalische Eröffnung der Ausstellung von Lukas Suk in der Konditorei Frömmel. Man sieht, nicht nur Galerien beteiligen sich am Gallery Hopping.
Die Abschlussveranstaltung findet am 16. Oktober um 20 Uhr im Literaturhaus statt – unter dem Zeichen des „Big Brother Awards 2010“.
Infos und Programm gibt’s unter: www.westneubau.at

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Salzburger Nachrichten, vom 28.09.2010

http://www.vienna.at/engine.aspx/page/article-detail/cn/news-20100928-05201063

ABSOLUT art.com Eröffnung

Biz-Talks | 29.09.2010

ABSOLUT art.com von ABSOLUT Vodka und der art-com gallery eröffneten offiziell die Ausstellung. Mehrere Hundert Gäste kamen und bewunderten die Kunstwerke.


Das Werk von Peter Kauders, „ABSOLUT Flow“, wurde von der Experten-Jury ( Kunsthallen-Direktor Gerald Matt, Architekt & Designer Hans Hollein, Künstlerhaus-Chef Joachim Lothar Gartner) als beste Arbeit ausgezeichnet.

Die prominenten Gäste der Ausstellungseröffnung wählten ihre Favoriten nicht leichtfertig. So entschied sich Haubenkoch und - König über die Kochtöpfe des Le Méridien Wien - Erich Cochlar, für das Werk „König Vodka“ von Mesi List und „der Inder“ Ramesh Nair blieb seinem Motto „ABSOLUT Magic“ treu. Weiters zu sehen waren Star-Figaro Erich Joham, Künstlerin Doris Ita und Servus-TV Moderatorin Steffi Hofbauer.

 

Vorarlberg online, 29.09.2010

Oberösterreichischer Künstler reüssiert bei ABSOLUT art.com

Glückwünsche für den Sieger Peter Kauders vom neuen Pernod Ricard Austria Geschäftsführer Bernhard Eisheuer - ©ABSOLUT Vodka

Eine hochrangige Jury wählte das Werk von Peter Kauders mit der Flaschen- Ikone als beste Arbeit: Eine Bildgeschichte der Entleerung einer Flasche.

Montagabend wurde die Ausstellung ABSOLUT art.com von ABSOLUT Vodka und der art- com gallery offiziell eröffnet. Mehrere Hundert Gäste bewunderten die über 50 Exponate der heimischen Künstler. Eine Jury aus Kunsthallen- Direktor Gerald Matt, Architekt & Designer Hans Hollein, Künstlerhaus- Chef Joachim Lothar Gartner, Artmagazine- Herausgeber Werner Rodlauer und Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums, wählten das Werk von Peter Kauders zu ihrem Favoriten. Gefolgt von einer Grafik der niederösterreichischen Künstlergruppe K.U.S.C.H und der „Holy Cow“ vom Wiener Tom Venning. Letzteres war auch das Lieblingswerk von Moderatorin Kathi Bellowitsch, die sich eifrig unter die Premierengäste mischte. Noch bis 22. Oktober können alle 52 Exponate bei freiem Eintritt in der art- com gallery besichtigt werden.

Eingebaute Flasche

„ABSOLUT Flow“ heißt das Werk des Oberösterreichers Peter Kauders, das von der Jury zum besten Werk des Projekts gewählt wurde. Es wurde um 5.000 Euro von ABSOLUT Vodka angekauft und wird möglicherweise bereits bald Bestandteil der legendären ABSOLUT art.collection sein, der namhafte Künstler wie Andy Warhol oder Keith Haring angehören. Sie war auch die primäre Motivation für den Künstler, seinen Beitrag zum Kunstprojekt des schwedischen Premium- Vodkas zu leisten. Sein Werk beschreibt der 1958 in Wien geborene und in Windischgarsten beheimatete Künstler folgendermaßen: „Das Bild besteht aus 12 weißen 19mm starken Kunststofftafeln, die den Ablauf von Momentaufnahmen zeigen, die das Ausgießen der ABSOLUT Vodka Flasche in verschiedenen Stadien zeigt. Es ist eine Bildgeschichte der Entleerung einer Flasche! Auf der letzten Tafel sieht man als Endstadium des Prozesses eine eingebaute, verkehrt stehende Vodkaflasche.“

Prominente Gäste

Nicht nur der Jury fiel bei den ausgestellten, durchwegs hochkarätigen Arbeiten die Auswahl schwer, auch die prominenten Gäste der Ausstellungseröffnung wählten ihre Favoriten nicht leichtfertig. So entschied sich Haubenkoch und - König über die Kochtöpfe des Le Méridien Wien - Erich Cochlar, für das Werk „König Vodka“ von Mesi List und „der Inder“ Ramesh Nair blieb seinem Motto „ABSOLUT Magic“ treu. Weiters gesichtet: Star- Figaro Erich Joham, Künstlerin Doris Ita und Servus- TV Moderatorin Steffi Hofbauer.

 

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FOTOobjektiv, Juni 2010

Joe Haider & Peter Korrak

11. Juni bis 9. Juli, art-com gallery, Schottenfeldgasse 69, 1070 Wien

Thomas Jureck
Mit magisch anmutenden Naturlandschaften von Joe Haider aus dem Zyklus "The Art of Silence", Exponaten aus der Serie "Black & White Celebrities" und Portraits von Aborigines von Peter Korrak, widmet die art-com gallery die kommende Ausstellung ganz dem Medium Fotografie.

Die "Kunst der Stille" – "The Art of Silence" ist der Übertitel mehrerer Ausstellungen von Joe Haider. Der Spannungsbogen der großformatigen Prints auf Leinwand reicht von berührenden asiatischen Alltagsszenen in Sepiafarben über mystisch spirituelle Bilder und Momente voller Lebendigkeit bis zu magischen Naturlandschaften. Sie strahlen eine Ruhe und oft auch eine Erhabenheit aus, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Die teilweise wie Gemälde wirkenden Bilder aus Burma, Vietnam, Laos, Indien und Cambodia sind im wahrsten Sinne des Wortes "schön". Und Schönheit zu vermitteln ist auch das innerste Bestreben des Künstlers. Denn Joe Haider ist ein Reisender, Philosoph, Journalist und Fotograf auf der ständigen Suche nach Momenten der Schönheit und der Ruhe. Er findet sie in fernen Ländern, der Natur, zwischen Menschen und im harmonischen Zusammenspiel der beiden. Seine künstlerische Karriere ist so stets verbunden mit seiner Leidenschaft für exotische Länder und Menschen, deren Denken wiederum mehr mit dem Herzen als mit dem Intellekt verbunden ist. Seine langen Reisen führten ihn in viele Länder Süd und Mittelamerikas oder auf einem Segelboot über den Atlantik. Immer griffbereit mit dabei: die Kamera. (Text: Salzburger Nachrichten vom 28.8.2008)

Dem Künstler ist es ein großes Anliegen, neben Auftragsarbeiten vor allem eigene künstlerische Projekte zu realisieren. Das Künstlerporträt spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Künstler als "Schöpfer" seines Werkes, das Vordringen zum Kern seines Wesens und seiner Kunst, ist zentrales künstlerisches Anliegen des österreichischen Fotografen. Die Protagonisten in seinen Fotos werden im Ambiente ihres Arbeits- und Lebensumfeldes und in Symbiose mit ihren Werken dargestellt. Die österreichische Kunst- und Kulturszene ist unter anderem durch Alfred Hrdlicka, Arnulf Rainer, Padhi Friedberger, Hans Staudacher, H. C. Artmann, Joe Zawinul, Gustav Peichl und Paulus Manker vertreten. Anlässlich seiner Weltreise 1994 kam Peter Korrak in Lennox Head, New South Wales, Australien mit den dort lebenden Aborigines in Kontakt und hat einige Zeit mit ihnen verbracht. Das Besondere an den Fotos, die anlässlich dieser Begegnung entstanden, ist die Nähe und die Intimität, die darin zum Ausdruck kommt, vor allem, wenn man weiß, dass die Aborigines die Kamera strikt ablehnen. Die Fotos zeigen die Sensibilität des Fotografen für und seine intensive Auseinandersetzung mit den Menschen, die er abbildet.

Web: art-com

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Wiener Zeitung, vom 5.5.2010

Galerien

Romantiker mit Keule

(cai) Schwermütiger Mann plus Totenschädel: Hamlet. Und wenn der mutmaßliche Hamlet keinen eigenen Kopf mehr aufhat? Dann muss halt der Souffleur sagen: "Ach, armer Yorick!" Regietheater nennt man das. Der Lubomir hat aber wohl eh nicht den Hamlet gemeint, sondern das anonyme Männerfleisch, das fast so schinkenhaft verroht ist wie beim Francis Bacon. Mit dem wuchtigen Pathos seiner Leiber keult er den Betrachter nieder (brät ihm quasi eins mit dem Schweinsschlögel über). Und seine Vanitas-Stillleben sind auch nicht grad modern. Sonst täten uns ja keine Totenköpfe und Blumen an die Sterblichkeit erinnern, sondern fettige Burger, Zigaretten und – Bürosessel. Da trauert einer den alten Meistern nach. Ja, verdammt eindrucksvoll. Dank der sensiblen Lichtstimmung durchzuckt das Leben die blanken Knochen wie ein Phantomschmerz. Und die delikaten Landschaften mit Winterdepression (mit Nebel) zwingen einen förmlich zu trenzen. Echt gemein, die Romantik. Weil man sich kaum dagegen wehren kann.

art-com Gallery
Schottenfeldgasse 69, 1070 Wien
Lubomir, bis 2. Juni
Mo. – Fr.: 13 – 18 Uhr