Galeriekonzept
Die art-com gallery wurde im Oktober 2009 gegründet. Seither gingen dreizehn Ausstellungen und zahlreiche Projekte über die Bühne. Eines der Highlights 2010 war der Wettbewerb ABSOLUT art-com, der in Zusammenarbeit mit Pernod-Ricard Österreich veranstaltet wurde. Mehrere Hundert Gäste besuchten die Eröffnungsausstellung. Eine prominente Jury, bestehend aus Kunsthallen- Direktor Gerald Matt, Architekt & Designer Hans Hollein, Künstlerhaus-Chef Joachim Lothar Gartner, Artmagazine-Herausgeber Werner Rodlauer und Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums, wählten unter großer Medienpräsenz das Werk des oberösterreichischen Künstlers Peter Kauders zu ihrem Favoriten.
2011 finden sieben Ausstellungen und mit dem „Ostermann“ und dem „Weihnachtshaserl“ zwei Kunstmärkte statt. Das mediale Spektrum der Ausstellungen reicht von zeitgenössischer Fotografie und Malerei bis hin zu Skulptur, Objekt und neuen Medien, mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Bulgarien, Serbien, Australien und Österreich.
Inhaltlich setzt die Galerie auf Polarisierungen: Unterschiedliche Medien, Stile und zeitgenössische künstlerische Positionen sollen den Besuchern ständig neue Impulse liefern, vertiefende Begleitveranstaltungen und themenspezifische Eröffnungsprogramme den kunsttheoretischen Kontext transportieren. Dialoge zwischen Kunsthistorikerinnen und den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern über deren Arbeiten, sowie filmische Aufzeichnungen der individuellen künstlerischen Arbeitsprozesse wurden bereits dem Publikum präsentiert und stießen auf große Resonanz.
Die art-com gallery ist aber auch ein Ort der Kommunikation. Regelmäßig stattfindende Events, wie Lesungen, Konzerte, Podiumsdiskussionen und Zigarrenlounges bieten interkulturell interessiertem Publikum eine Kommunikationsplattform und laden zum Entspannen und Genießen ein.
Die Galerieräume können von Künstlerinnen und Künstlern als Ausstellungsfläche, aber auch von Firmen oder Privatkunden als Rahmen für unterschiedliche Präsentationen gemietet werden.
art-com gallery, anlässlich der Preisverleihung „ABSOLUT art-com“, 27.9.2010
art-com gallery, Einblick in die Ausstellung Simo/Jackwerth, 2010
Ausstellungen bis April 2011:
steel art connection 1998 – 2010, Japan – Österreich, 03.12.2010-05.01.2011
Dokument und Dialog
Ausstellungseröffnung: Fr. 3.12.2010
Es sprechen Dr. Lucas Gehrmann und der japanische Kulturattaché Dir. Kenichiro Tanaka
Das Stahl-Symposium „steel art connection“ fand 1998 in Hiroshima im Rahmen eines kulturellen Austauschprogramms zwischen Österreich und Japan zum ersten Mal statt. Die Arbeiten der österreichischen Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren zuvor im Oktober 1997 im Semper Depot in Wien bereits vorgestellt worden. Die in Österreich lebenden japanischen Künstler Fuji Futao und Kajiura Norio waren die Initiatoren, ARTE 2000 in Kooperation mit dem Hibiki Stahlwerk die Organisatoren und Partner des Projekts. 20 österreichischen und japanischen Bildhauern und Bildhauerinnen bot das Symposium eine Plattform, um unterschiedliche kulturelle Identitäten miteinander in Beziehung treten zu lassen und Grenzen zu überschreiten. Im Hibiki Stahlwerk und im Hamada Children’s Museum of Art wurden begleitend Workshops mit Kindern abgehalten. In Wien fand die „steel art connection“ 1998 ihren Raum im Atelierhaus von Gerhard Laber.
12 Jahre danach wird nun der Dialog in der kommenden Ausstellung der art-com gallery auf dokumentarischer und künstlerischer Ebene fortgesetzt. In Form von schwarz/weiß Fotografien werden Arbeits- und Sozialisationsprozesse von 1998 dokumentiert und mit den aktuellen Werken der damals am Symposium beteiligten KünstlerInnen in Beziehung gesetzt. Individuelle Entwicklungen und neue kulturelle Positionen sollen dadurch akzentuiert werden.
Teilnehmende KünstlerInnen:
Baba Tadahiro Imajo Jukio Muranaka Yasuhiko Sasaki Kazunori Tamura Tsutsumu Nakamura Hideo Takahashi Masakuni Tonia Kos Fujii Futao Margarete Fuji-Zelenak Gottfried Höllwarth Tone Fink W.M. Pühringer Franz Xaver Ölzant Gerhard Laber K.U.SCH Erik Oliver Anders mit Arbeiten des 1998 verstorbenen Künstlers Franz Katzgraber
„Gegensätze“, 17.01. – 18.02.2011
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Monika Herschberger
Jörg Huber
Peter Kauders
Martin Pálffy
Hans Tschiritsch
Wie in jeder Ausstellung setzen wir auch in der aktuellen auf Polarisierungen – künstlerisch wie medial. Das mediale Spektrum umfasst Malerei, Fotografie und Objektkunst. Innerhalb des ersten Genres vertreten Monika Herschberger und Jörg Huber gänzlich unterschiedliche künstlerische Positionen. Bei den Bildern von Monika Herschberger handelt es sich um großformatige, abstrakte Farbkompositionen, die sich am Informel und an der gestischen Malerei orientieren. Jörg Huber kann im weiteren Sinn als Vertreter des Realismus gelten. In frühen, vor dieser Ausstellung noch nie gezeigten Gouachen, setzt er sich mit der menschlichen Figur und dem Portrait auseinander. Farbflächen und breite Pinselstriche dominieren die Kompositionen und stehen in einem Kontrast zu seinen späteren hyperrealen Arbeiten mit detailliert strukturierten Oberflächen.
Peter Kauders, der Preisträger des ABSOLUT art-com Wettbewerbs 2010, setzt auf seine bewährte Erfolgsstrategie der auf Symbole reduzierten Bildgeschichte. Das Negativrelief „Laufend neue Erfahrungen“ visualisiert zeitliche und emotionale Prozesse: Im wörtlichen Sinn „laufend“ werden Eindrücke aufgenommen, deren Einprägung auf den Einzelnen variiert, wie die unterschiedlichen Relieftiefen demonstrieren.
Martin Pálffy ist Autodidakt und befasst sich seit 40 Jahren mit Fotografie. Diese Ausstellung ist die 2. Vorstellung seiner Arbeiten in der Öffentlichkeit. Die Serie „Plakatabriss“ zeigt Fotos von desolaten Plakatwänden, die Pálffy in Wien fotografiert und zu einer großflächigen Collage montiert hat. Die Überreste eines Mediums, dessen Ästhetik ursprünglich auf die Manipulation von Massen ausgerichtet war, werden zu Artefakten mit einer eigenen abstrakten Bildsprache.
Hans Tschiritsch zeigt „Tschiritschophone“, Klangmaschinen und individuelle Musikinstrumente, die er selbst entworfen und gebaut hat. Bekannt und berühmt geworden ist der Künstler, der im Wiener Burgtheater als "Geräuschmeister" und Musiker Theateraufführungen bereichert, mit seiner Nähmaschinenobertondrehleier, der Grammophongeige, der singenden Säge, Steelpan und Eisenrädern. Zahlreiche Perkussionsinstrumente sowie Trompete, Posaune und Tuba ergänzen seine kraftvolle und amüsante Musik.
Präsentation der CD 9 von * Tschiritsch * Lechner * Haselsteiner
FR 28.01.2011, 20:00
Otto Lechner: Akkordeon
Franz Haselsteiner: Bass-Akkordeon
Hans Tschiritsch: Obertongesang, Singende Säge, selbsterfundene Instrumente (Tschiritschophone), Komposition
Instrumentenentwickler, Obertonvirtuose und Komponist Hans Tschiritsch wird bei seinen Erkundungen vergessener und neuer Klangwelten von den Akkordeonspielern Otto Lechner und Franz Haselsteiner begleitet, beschützt und getrieben.
Die drei Musiker sind auch als Trio Ohrwerk bekannt! Tschiritscheridoo, Singende Säge, Nähmaschinen-Obertondrehleier und Öltonnen-Kontrabass sind neben Gitarre und Banjo das Klangerzeugungs-Equipment, mit dem der österreichische Theatermusiker, Obertonsänger, Erfinder und Erbauer ungewöhnlicher Musikinstrumente Hans Tschiritsch an allen Gattungen herkömmlichen Musizierens vorbeikonzertiert.
Gerhard Flekatsch, eigen art, 07.03. bis 08.04.2011
Eröffnung: Freitag, 4. März 2011, 19:00
Gerhard Flekatsch im Dialog mit Angelika Romauch
Statement zur Ausstellung
„Gerade in dieser Zeit eines besonderen Identitätsanspruches wird versucht, das „Ich“ über eine Abgrenzung zum „Anderen“ zu definieren und zu betonen. Das geht oft auch mit einer Abwertung eben dieses „Anderen“ einher. Was ist das Eigene? Was ist das Andere?
Gibt es so etwas wie eine Grenzfläche zwischen diesen beiden Bereichen oder transformiert sich ständig eins ins andere? Ist der Prozess des „sich–etwas–zu–eigen–machen“ eine Art Besitzergreifung oder bedeutet es eine Erweiterung der eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten?
Tatsächlich wird das Bild, das man von sich selbst entwirft oft nur einem Teil der in der Persönlichkeit angelegten Aspekte gerecht; die Angst-machenden werden unterdrückt und auf „die anderen“ projiziert. Die vielfältigen Ausprägungen des Eigenen als Gesamtpersönlichkeit zu begreifen und zu akzeptieren ist auch eine Form von Freiheit.“ Gerhard Flekatsch
Wie Gerhard Flekatsch diese komplexen Fragestellungen in visuelle Medien transformiert und wie er sie rezipiert wissen will, wird im Rahmen von Atelierbesuchen diskutiert, filmisch dokumentiert und zur Eröffnung im Form eines Dialoges präsentiert.
Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung eigen art: Publikumsperformance, 1. April 2011, 19:30
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer an der Performance bekommt die Gelegenheit, filmische Spuren zu hinterlassen und ihre oder seine Präsenz in dieser Welt optisch zu manifestieren. Aus einer anonymen Menge lösen sich Individuen, die für einige Sekunden ihre "Eigenart" vor der Kamera von Gerhard Flekatsch präsentieren dürfen: Sei es durch ein verbales Statement, Gesten oder durch optische Präsenz.
Ostermann – Kunstmarkt, 11.04.-22.04.2011
Kunstwerke von € 50,- bis € 150,-
Der Reinerlös geht an das Rote Kreuz Japan
Benefizauktion für Japan, 11.04.-22.04.2011
Art-com Gallery veranstaltet eine Auktion mit ca. 35 Kunstwerken zeitgenössischer Künstler zugunsten der Japan-Hilfe/Rotes Kreuz. Das Dorotheum unterstützt diese Auktion.
Zeitgenössische junge Kunst
Benefizauktion zugunsten Japan-Hilfe/Rotes Kreuz
Dienstag, 26. April 2011
Beginn der Auktion ca. 19 Uhr
Veranstaltung im Rahmen der Integrationswoche 2011:
8. Mai 2011, 19:00
Podiumsdiskussion, ab 19:00:
Integrieren sich Künstler besser? Können Kunstschaffende eine "Pionierfunktion" in integrativen Prozessen übernehmen?
Rahmenprogramm, ab 21:00
Musik:
Konzert1 (TR) - Ahududu - "Ethno-Rock'"
Konzert 2 (E) - La Mastika -"La Espaniol a la Turka"
Kulinarik:
Türkisches Buffet
Slobodan Orescanin, Skulpturen & Georg Vinokic, Malerei
02.05. – 27.05.2011
Eröffnung am 29.04.2011, 19:00
Es spricht Axel Petri-Preis
Vorausschau bis Juli 2011
Geplante Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Orescanin § Vinokic:
Lesung mit Günter Heidegger, Maler und Schriftsteller
Tom Venning, Andreas Kerstan: Unruhe, 10.06. – 15.07.2011
Geplante Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung:
Live Painting und Slam Poetry

